Aktuelle Veranstaltungen & Veröffentlichungen

       

Sonderausstellung: Darwin im Depot

 

vom 24.04 - 04.12.10 

 

Ort: Straßenbahndepot Jena

Einlass: Di, Mi, Fr, Sa: 10 bis 17 Uhr

Preis: 3,- € (ermäßigt: 1,50 €).

 

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Straßenbahnen mussten Darwins "Beagle" weichen  

 

"Vor Anker gegangen" ist das "Schiff" im historischen Straßenbahndepot der Jenaer Nahverkehrsgesellschaft (Dornburger Straße 17). Hier ist die Sonderausstellung "Darwin im Depot - Auf zu neuen Ufern" bis zum 4. Dezember zu sehen. "Wir sind sehr dankbar für diesen zugegeben ungewöhnlichen Standort", sagt Prof. Dr. Martin Fischer, Direktor des Phyletischen Museums der Jenaer Universität, welches für die Ausstellungskonzeption zuständig ist. Fischer hatte sich auf die Suche nach einem geeigneten Raum für das 22 Meter lange, 13 Meter breite und 3,50 Meter hohe Schiff gemacht. Er wandte sich schließlich an die Jenaer Nahverkehrs GmbH, die den Vorschlag zu der außergewöhnlichen Ausstellungsumgebung unterbreitete. "Die historischen Straßenbahnen, die hier sonst stehen, wurden extra ausgelagert, um Platz zu schaffen für den riesigen Bootskörper", so Fischer weiter.

 

Die Ausstellung zeigt auch Darwins winzige Kajüte mit dem Kartentisch. Blaue Lichtbänder am Schiffsboden zeigen an, wie knapp dieser Raum bemessen war, den der oft seekranke Darwin mit zwei Offizieren teilte. Zu sehen sind 60 Vorratskisten und 25 Fässer mit Exponaten. Rund 600 davon können betrachtet werden, wie sie Darwin von seiner Reise mitbrachte - Muscheln, Vögel und Schmetterlinge, Gesteins- und Staubproben sowie Utensilien zur Beobachtung der Fauna und Flora. Ungewohnt für den Ausstellungsbesucher ist, dass die Präparate tatsächlich so gezeigt werden, wie sie für wissenschaftliche Zwecke hergestellt wurden. Beispielsweise werden Nandus, Pinguine und Tukane nicht in natürlicher Pose präsentiert, sondern als platzsparende Balg-Präparate. Zahlreiche Zitate Darwins an den Schiffswänden führen in die Geisteswelt des großen Biologen ein.

 

Weitere Informationen: www.uni-jena.de/Mitteilungen/PM100420_Darwin.html

     

     

Evolution im Fadenkreuz des Kreationismus

 

Darwins religiöse Gegner und ihre Argumentation. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen. 

 

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Reihe: Religion, Theologie und Naturwissenschaft

Bd. 19. 400 S., 66 Abb. (s/w), geb. Preis: 39,90

ISBN 978-3-525-56941-2

   

Dieser Sammelband setzt sich anlässlich des Darwin-Jahres kritisch mit Inhalt und Struktur evolutionskritischer Argumentation sowie mit den Hauptvertretern der deutschen Kreationisten und des Intelligent Design auseinander. Die Beiträge richten sich sowohl an interessierte Laien als auch an Biowissenschaftler, aufgeklärte Christen und Publizisten, die sich kritisch mit den Argumenten der Anti-Evolutionsbewegung auseinandersetzen wollen oder müssen. Die Autoren haben sich langjährig mit der Materie beschäftigt, unter ihnen Christina Aus der Au, Andreas Beyer, Hansjörg Hemminger, Thomas Junker, Peter Michael Kaiser, Martin Neukamm, Stefan Schneckenburger und Johannes Sikorski.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite zum Buch:

 

www.evolution-im-fadenkreuz.info

 

    

Die Evolutionstheorie im Spannungsfeld...

 

... zwischen modernen Naturwissenschaften und religiösen Weltanschauungen. 
 

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Marburger Schriften zur Lehrerfortbildung. Tectum-Verlag, Marburg. 150 S., br. Preis: 24,90 €

ISBN 978-3-828-89808-0 

     
  

  
Für die Erklärung der Vielfalt in der Natur dominierte bis ins 19. Jahrhundert in Europa die Überzeugung, dass die Erde noch sehr jung sei und dass alles Leben von einem allmächtigen Schöpfer in seiner jetzigen Form erschaffen wurde. Spätestens seit Charles Darwin 1859 sein bahnbrechendes Werk Die Entstehung der Arten veröffentlichte, geriet diese Erklärungshegemonie ins Wanken. Seitdem entzünden sich an der Evolutionstheorie zum Teil heftige Kontroversen, bei denen es meist nicht um das Für und Wider einer wissenschaftlichen Theorie geht, sondern um eine grundsätzliche weltanschauliche Auseinandersetzung. Diese Arbeit will Anregungen für den Oberstufenunterricht im Fach Biologie zum Thema Evolution geben und Wege aufzeigen, wie Schülerinnen und Schüler in der Diskussion um die Evolutionstheorie urteilsfähig werden können.

    

 

Theory of Biosciences 128(1), März 2009

  

Das neue Heft von "Theory of Biosciences" enthält zahlreiche Beiträge rund um das Thema "Evolutionäre Entwicklungsbiologie" (Evo-Devo), die heute als Königsdisziplin in der Evolutionsforschung angesehen wird. Ihre Modelle erklären das Zustandekommen evolutiver Neuheiten und Baupläne in der Evolution. Auch die alte Frage, ob die Evolution eher "gradualistisch" oder "saltationistisch" verläuft, wird in einem dieser Beiträge wieder aufgerollt. Wer sich für Evolution interessiert, für den sind die Arbeiten eine lohnenswerte Lektüre.
   

 

Between Ernst Haeckel and the homeobox: the role of developmental biology in explaining evolution

 

Embryos in evolution: evo-devo at the Naples Zoological Station in 1874

 

Marine invertebrates, model organisms, and the modern synthesis: epistemic values, evo-devo, and exclusion

 

Saltational evolution: hopeful monsters are here to stay

 

On some historical and theoretical foundations of the concept of chordates